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OA Dr. med. Jürgen Otto
Facharzt für Innere Medizin / Kardiologie, Hämatologie und internistische Onkologie, Sportmedizin, Sozialmedizin, Physikalische Therapie
Weiterbildungsermächtigung:
1 Jahr Innere Medizin
1 Jahr Sozialmedizin
1 Jahr Sportmedizin
Das Behandlungsspektrum der kardiologischen Abteilung der MEDICA-Klinik umfasst insbesondere folgende Krankheitsbilder:
Koronare Herzerkrankung- nach Herzinfakt (ST-Hebungs-, oder Nicht ST-Hebungsinfakt) mit oder ohne Gefäßintervention
- nach Herzkranzgefäßaufdehnung (PTCA) mit oder ohne Stent mit instabilem Verlauf (instabile Angina pectoris)
- nach 1. PTCA mit ausgeprägten Risikofaktorenprofil
- nach Herz-Operationen (z.B. Bypass-, Herzklappen-OP, OP von Herzrythmusstörungen, Implantation eines Cardioverters / Defibrillators)
andere Herzmuskel- und Gefäßerkrankungen- schwer einstellbarer Bluthochdruck (Hypertonie) mit Organ- oder Stoffwechselkomplikationen
- nach entzündlichen Herzerkrankungen (Myokarditis, Perikarditis)
- nach Herzmuskelerkrankungen (Dilatative Kardiomyopathie / DCM, und Hypertrophe Kardiomyopathie/ HOCM nach drucksenkender Therapie)
- nach Lungenembolie

Seit Oktober 2000 besteht auch für Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen die Möglichkeit zur ambulanten Rehabilitation, d.h. wohnortnah im häuslichen und sozialen Umfeld. Das diagnostische und therapeutische Spektrum entspricht dem von bekannten stationären Einrichtungen.
Eine Eignung für die ambulante Form der Rehabilitation ist insbesondere bei: - Patienten mit mäßig schwerem Schadensbild,
- nur leicht bis mäßig reduzierter Belastbarkeit,
- günstiger psychosozialer Situation (Mindestmaß an häuslicher Versorgung sichergestellt) und
- Patientenwunsch (wegen sozialer Geborgenheit z. B. Kindern, Freunden oder einem Haustier)
gegeben.
Den Hauptanteil macht die Rehabilitation im Anschluss an einen Krankenhausaufenthalt nach akutem Herzinfarkt aus. Zunächst besteht nach der erfolgreichen Akuttherapie oftmals eine große Unsicherheit in mehreren Feldern: - Wie geht es weiter mit der Belastbarkeit?
- War es ein großer oder ein kleiner Herzinfarkt?
- Was ist die Ursache? Hierzu werden die Risikofaktoren und das Risikoverhalten analysiert und Vorschläge unterbreitet.
- Welche und wie viele Medikamente bekomme ich?
- Nach erfolgter Diagnostik - Herzultraschall, EKG, Ergometer-Testung, 24-Stunden-EKG, 24-Stunden-Blutdruckmessung sowie Labortests - wird die Leistungssteigerung in Sport und Spiel gemeinsam erfahren und realisiert. Empfehlung zur Teilnahme an einer Herzsportgruppe und zur weiteren, kreislaufwirksamen Aktivitäten werden unterbreitet.
- Wie ernähre ich mich in Zukunft richtig? - Ernährungsberatung/ Lehrküche/gemeinsamer Einkauf.
- Wie gehe ich mit der Erkrankung um und wie kann ich besser mit möglichen Stresssituationen und Belastungen (Erlernung von Entspannungsverfahren) umgehen?
Nach dem Krankenhausaufenthalt und der Rehabilitation steht eine berufliche oder bei den älteren Menschen eine soziale Wiedereingliederung an, zu der jeder Patient fachliche (ärztliche, psychologische, therapeutische und sozialarbeiterische) Unterstützung in Anspruch nehmen sollte.
Das Rehabilitationskonzept ist von allen Kostenträgern genehmigt. Jeder tätige Hausarzt, Internist oder Kardiologe kann Patienten dazu anmelden.
Nach sorgfältiger Eingangsuntersuchung und Abwägung der Risikofaktoren erhält der Patient einen individuellen Behandlungsplan, der u. a. aus folgenden Angeboten besteht:
- Bewegungstherapie (Ergometertraining, Gefäß- und Gehtraining, Spielgruppe, Nordic Walking, Muskelaufbautraining)
- Physikalische Therapie (Kneipp-Umlauf, Aufsteigende Armbäder)
- Ernährungsberatung (Seminare, Lehrküche, Einkauf)
- psychologische Beratung (Krankheitsverarbeitung, Stressbewältigung, Entspannungstherapie)
- Gesundheitstraining (Vorträge/Seminare: Herzkatheter, Arteriosklerose, medikamentöse Therapie, Adipositas)
- Sozialberatung (Beratung zur beruflichen und sozialen Wiedereingliederung)
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