Die MEDICA-Klinik erweitert ihre Behandlungskapazitäten. Nach drei Monaten Bauzeit erhielt die neue Abteilung für Neurologie die Zulassung der Deutschen Rentenversicherung. Auf einer ganzen Etage mit 600 Quadratmetern stehen nun 20 ambulante Behandlungsplätze für die neurologische Rehabilitation zur Verfügung. Ein interdisziplinäres Team aus Ärzten, Neuropsychologen, Physio- und Ergotherapeuten, Logopäden und Pflegekräften behandelt die Patienten. Das gesamte Spektrum neurologischer Erkrankungen wird abgedeckt. Der Fokus liegt auf Patienten mit Schlaganfall, Multipler Sklerose, Morbus Parkinson, Schädel-Hirn-Trauma und Querschnittlähmung.
"Der Vorteil ambulanter neurologischer Rehabilitation liegt darin, dass der Patient in seinem häuslichen Umfeld verbleiben kann. Kliniken und behandelnde Ärzte sowie Angehörige werden einbezogen. In der Therapie Erlerntes kann sofort zu Hause erprobt werden. Auftretende Probleme lösen die Betroffenen gemeinsam mit dem Therapeuten", erläutert Oberarzt Dietmar Assmann, der die Abteilung leitet. "Die unmittelbare Verknüpfung von Alltag und Therapie bei der ambulanten neurologischen Rehabilitation ist ein idealer Ausgangspunkt für einen bestmöglichen Rehabilitationserfolg", betont Dietmar Assmann.
Der Normalisierung des alltäglichen Lebens gilt viel Aufmerksamkeit. So lernen die Patienten je nach Bedarf nicht nur das Laufen, sondern auch das Aufstehen aus dem Bett, die Benutzung der Toilette oder die Selbstversorgung in einer behindertengerechten Küche völlig neu. Zur hochmodernen Ausstattung der Abteilung gehören unter anderem ein Laufband mit Gewichtsentlastung für Patienten im Rollstuhl und ein Balancetrainer für die Schulung des Gleichgewichtssinns. Ein Bewegungsbad mit Gegenstromanlage dient zur Gang- und Bewegungsschulung unter Minimierung der Schwerkraft.
"Nicht nur die schnelle Rückkehr ins häusliche, sondern auch ins berufliche Leben spielt in der MEDICA-Klinik eine große Rolle", betont Dietmar Assmann. Dazu steht im Haus eine Spezialabteilung für berufliche Rehabilitation zur Verfügung, in der typische Handgriffe aus den verschiedensten Berufen geübt werden.
Für schwer betroffene Patienten steht ein Fahrdienst bereit. Bei Schwierigkeiten mit der seelischen Bewältigung der Erkrankung gibt es psychologische Hilfe. "Neurologische Patienten haben meist einen plötzlichen und tief greifenden Einschnitt in ihrem Leben erfahren. Wir helfen deshalb ganzheitlich beim bestmöglichen Umgang mit der neuen Situation", so Dietmar Assmann.



